Standortfindung

Die Identifizierung eines geeigneten Standorts für sensible Nutzungen oder Anlagen mit besonderer Wirkintensität stellt in der Planung sowohl in dicht besiedelten als auch in ländlich geprägten Räumen häufig eine besondere Herausforderung dar. Um einen Standort zu finden, der sowohl mit der Schutzbedürftigkeit des Freiraums sowie regional- und bauleitplanerischen Nutzungsansprüchen in Einklang zu bringen ist als auch Akzeptanz in der Bevölkerung hat, empfiehlt sich eine eingehende Betrachtung sämtlicher umweltplanerischer Belange bereits auf früher Planungsebene.

Die von FROELICH & SPORBECK angewandte und in zahlreichen Planungsverfahren erprobte Methodik zur Standortfindung beinhaltet in einen ersten Planungsschritt die Durchführung einer Raumwiderstands- bzw. Weißflächenanalyse. Hierbei werden relevante Kriterien abgeleitet und ihre räumliche Ausprägung ermittelt, um eine fachlich nachvollziehbare Differenzierung des Raumes im Hinblick auf seine Schutzwürdigkeit zu erlangen. In den weiteren Prüfschritten werden zunächst Ausschluss- und Rückstellungskriterien unter Berücksichtigung der Planungsziele formuliert, die innerhalb eines festgelegten Untersuchungsraumes nicht für die Umsetzung des Vorhabens zur Verfügung stehen (Tabukriterien). Anschließend erfolgt eine Identifikation von Flächen, die eine Zulässigkeit das Bauvorhabens nicht gänzlich ausschließen, aber aufgrund ihres Schutzstatus, ihrer Empfindlichkeit und/oder ihrer Schutzwürdigkeit erhebliche Planungshemmnisse darstellen (Restriktionskriterien). Als Ergebnis ergibt sich eine Gebietskulisse grundsätzlich geeigneter Standortbereiche, die hinsichtlich des geplanten Vorhabens weder mit Tabu- noch mit Restriktionskriterien belegt sind ("Weißflächen" oder "Eignungsbereiche").

Die Potenzialstandorte werden anschließend einer vergleichenden Bewertung unterzogen. Dabei werden neben weiteren landschaftsökologischen Kriterien und einer raumordnerischen Bewertung auch projektbezogene Eignungskriterien herangezogen. Die vergleichende Bewertung erfolgt in Form von Flächensteckbriefen, auf denen die wesentlichen entscheidungserheblichen Merkmale der Standorte dargestellt und bewertet werden. Für die vergleichende Bewertung der Standorte wird eine Bewertungsmatrix entworfen. Im Ergebnis erfolgt eine Standortempfehlung in Form eines Rankings der vergleichend bewerteten Standorte und der Empfehlung eines Vorzugsstandorts.

Martin Stolzenburg

Teamleitung Großprojekte

Standortfindung, UVP, LBP, RVS

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